BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Protein, das für das Überleben und die Plastizität von Neuronen entscheidend ist. Die häufigste genetische Variante ist rs6265 (Val66Met), die die Aktivität des BDNF-Proteins beeinflusst. Träger der Met-Variante zeigen in Studien eine geringere BDNF-Sekretion und ein leicht erhöhtes Risiko für kognitive Beeinträchtigungen im Alter. Einige GWAS deuten auf einen Zusammenhang mit der Lebensspanne hin, jedoch ist der Effekt klein und nicht deterministisch. Wichtiger als die Genetik sind Lebensstilfaktoren: Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung (z. B. Omega-3-Fettsäuren, Polyphenole) und ausreichend Schlaf können die BDNF-Expression steigern. Ein DNA-Test kann Hinweise geben, aber die Evidenz ist moderat (human-observational/GWAS). Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine genbasierte Intervention zur Verlängerung der Lebensdauer belegen. Die Ergebnisse sind populationsabhängig (europäische Abstammung) und sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen, die BDNF als „Langlebigkeits-Gen“ bewerben.
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