Ferritin ist das Speicherprotein für Eisen. Ein niedriger Wert weist auf leere Eisenspeicher hin, was zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen kann. Stress beeinflusst den Ferritinspiegel auf mehreren Wegen: Chronischer Stress erhöht das Stresshormon Cortisol, das die Darmbarriere schwächen und die Eisenaufnahme reduzieren kann. Zudem ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein – bei Entzündungen (auch durch psychischen Stress) kann es künstlich erhöht sein, selbst wenn die Speicher leer sind. Das erschwert die Interpretation: Ein normaler Ferritinwert schließt Eisenmangel bei Stress nicht aus. Sinnvoll ist die gleichzeitige Bestimmung von CRP (Entzündungsmarker) und Transferrin-Sättigung. Die Verbesserung erfolgt über eisenreiche Kost (rotes Fleisch, Hülsenfrüchte) plus Vitamin C, während Kaffee/Tee die Aufnahme hemmen. Supplemente nur nach ärztlicher Absprache, da Überschuss schädlich ist. Die Evidenz für den direkten Stress-Ferritin-Zusammenhang ist begrenzt; die klinische Praxis stützt die genannten Vorsichtsmaßnahmen.
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