Vitamin D ist in wenigen natürlichen Lebensmitteln in nennenswerten Mengen enthalten. Zu den evidenzbasierten Quellen zählen fettreiche Fische (Lachs, Makrele, Hering), Lebertran, Eigelb und bestimmte Speisepilze (z. B. Shiitake), die UV-Licht ausgesetzt waren. Die primäre Quelle ist jedoch die körpereigene Synthese durch Sonnenlichtexposition (UV-B). In Deutschland wird aufgrund der geografischen Breite oft eine Supplementierung empfohlen, insbesondere im Winter. Evidenzbasiert ist die Messung des 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegels bei Risikogruppen (z. B. ältere Menschen, Personen mit dunkler Haut, chronisch Kranke). Die allgemeine Routinebestimmung bei gesunden Erwachsenen wird von Leitlinien (z. B. der Endocrine Society) nicht unterstützt, da der Nutzen unklar ist. Hohe Dosen ohne nachgewiesenen Mangel können sogar schädlich sein (Hyperkalzämie, Nierensteine). Die MyBody-X-Tests messen Vitamin D im Blut, aber die Interpretation sollte immer ärztlich erfolgen. Die Evidenz für Nahrungsergänzung zur Prävention von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist widersprüchlich; klare Vorteile gibt es nur bei nachgewiesenem Mangel. Zusammenfassend: Sonne und Supplemente nach Bedarf sind evidenzbasiert, nicht aber wahllose Hochdosistherapie.
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