In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt grundlegend, was auch die Schilddrüsenfunktion beeinflussen kann. Ein erhöhter TSH-Wert (über 2,5–4,0 mU/l) kann auf eine beginnende Unterfunktion hindeuten, deren Symptome (Müdigkeit, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen) denen der Menopause ähneln. Wichtig ist, TSH zusammen mit fT3 und fT4 zu bestimmen, da isolierte TSH-Erhöhungen oft harmlos sind. Zudem steigt mit dem Alter der Bedarf an Schilddrüsenhormonen, falls bereits eine Substitution erfolgt. Ein TSH unter 0,3 mU/l kann auf eine Überfunktion hinweisen, die das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöht. Die Evidenzlage ist moderat: Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge, aber keine eindeutigen kausalen Mechanismen. Vorsicht vor Selbstmedikation mit Jod oder Schilddrüsenhormonen ohne ärztliche Abklärung. Ein individuelles Monitoring alle 6–12 Monate ist sinnvoll.
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