Das LCT-Gen kodiert für das Enzym Laktase, das Laktose (Milchzucker) in Glukose und Galaktose spaltet. Die genetische Variante rs4988235 (Laktase-Persistenz) bestimmt, ob Laktase auch im Erwachsenenalter produziert wird. Bei Laktase-Persistenz wird Laktose effizient verdaut, was nach Milchkonsum zu einem messbaren Blutzuckeranstieg führt. Bei Laktoseintoleranz (non-persistent) bleibt Laktose unverdaut, der Blutzucker steigt kaum an, aber es können Blähungen und Durchfall auftreten. Der Einfluss auf den Nüchternblutzucker oder die langfristige Blutzuckerregulation ist jedoch gering und wird durch andere Faktoren (Kohlenhydratzusammensetzung der Ernährung, Insulinsensitivität) dominiert. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch; es gibt keine starken GWAS-Belege für eine direkte Verbindung zwischen LCT und Blutzuckererkrankungen. Hinweis: Ein Gentest auf LCT kann Aufschluss über die Laktoseverträglichkeit geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik bei Blutzuckerproblemen.
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