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Risiken und Grenzen bei Sportgene Test

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Risiken und Grenzen bei Sportgene Test

Sportgen-Tests versprechen oft, anhand einzelner DNA-Varianten (z. B. ACTN3, ACE) Aussagen über Ausdauer, Kraft oder Verletzungsrisiko zu treffen. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch schwach: Die meisten Effekte sind klein, die Ergebnisse selten reproduzierbar und der Einfluss von Training, Ernährung und Umgebung wird unterschätzt. Zudem fehlen klinische Validierungsstudien für die meisten kommerziellen Tests. Ein positiver Befund kann zu falscher Sicherheit oder unnötiger Angst führen – ähnlich wie bei APOE4-Ergebnissen (PMID:36946441) ist die psychologische Wirkung nicht zu vernachlässigen. Auch die Dateninterpretation ist oft irreführend: Ein ‚Risiko-Allel‘ bedeutet keine Diagnose. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin rät daher von solchen Tests ab, solange keine klaren Handlungsempfehlungen existieren. Wer dennoch testet, sollte die Ergebnisse mit einem Arzt oder Sportwissenschaftler besprechen und nicht als alleinige Grundlage für Trainingsentscheidungen nutzen.

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