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Myths vs Facts: Cortisol und Wechseljahre

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Myths vs Facts: Cortisol und Wechseljahre

Die Wechseljahre sind eine Phase hormoneller Umstellung, die oft mit Stress, Schlafstörungen und Gewichtszunahme einhergeht – und damit auch mit Cortisol. Ein verbreiteter Mythos ist, dass ein hoher Cortisolspiegel allein für die Beschwerden verantwortlich sei. Tatsächlich sinkt in den Wechseljahren vor allem das Östrogen, während Cortisol durch Lebensstilfaktoren wie Schlafmangel, psychische Belastung oder unregelmäßige Ernährung beeinflusst wird. Die Kortisol-Tagesrhythmik (morgens hoch, abends niedrig) bleibt meist erhalten, kann aber durch chronischen Stress gestört werden. Direkte kausale Belege für einen isolierten Cortisol-Anstieg in den Wechseljahren sind schwach; viele Studien zeigen moderate Zusammenhänge, aber keine eindeutige Kausalität. Ein Cortisol-Test (Speichel oder Serum) kann allenfalls als ergänzender Marker für Stressbelastung dienen, nicht als Diagnose für Wechseljahresbeschwerden. Die Evidenz ist moderat: Es gibt Beobachtungsstudien, aber keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine Cortisol-Senkung als Therapieziel belegen. Fazit: Cortisol ist ein Teil des Puzzles, aber nicht der alleinige Übeltäter. Lebensstilinterventionen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement) sind wirksamer als isolierte Cortisol-Messungen.

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