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Myths vs Facts: Hormoncheck Männer und menopause

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Myths vs Facts: Hormoncheck Männer und menopause

Ein Hormoncheck für Männer wird oft mit Mythen über sinkendes Testosteron und ‚Wechseljahre des Mannes‘ (Andropause) beworben. Fakt ist: Der altersbedingte Testosteronabfall verläuft langsam und individuell sehr unterschiedlich. Ein routinemäßiger Hormoncheck ohne Symptome ist medizinisch nicht indiziert. Viele Direktverbraucher-Tests (DTC) messen nur Gesamttestosteron, nicht das bioverfügbare oder freie Testosteron, und ignorieren zirkadiane Schwankungen. Auch die Bestimmung von Östradiol, LH oder SHBG kann bei spezifischen Fragen (z. B. Fertilität, Hypogonadismus) sinnvoll sein, aber die Interpretation gehört in ärztliche Hände. Mythen wie ‚jeder Mann braucht ab 40 Testosteron‘ sind Marketing. Die Evidenz für Nutzen von Hormonersatz bei subklinischen Werten ist schwach. Bei echten Symptomen (Libidoverlust, Müdigkeit, Depression) sollte ein Arzt eine differenzierte Diagnostik einleiten – inklusive wiederholter Morgenmessungen und Ausschluss anderer Ursachen. Ein reiner Heimtest ersetzt keine klinische Abklärung.

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