Die Frage nach einem Allergietest ist berechtigt, aber die Antwort hängt stark von Ihren Symptomen ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Tests für Typ‑I‑Allergien (Soforttyp, z. B. Pollen, Tierhaare) und Typ‑IV‑Allergien (Spättyp, z. B. Kontaktallergien). Für Soforttyp-Allergien sind Hauttests (Prick‑Test) und spezifische IgE‑Bluttests (sIgE) die Standardmethoden. Diese werden von Allergologen, Hautärzten oder Lungenfachärzten durchgeführt. Für Nahrungsmittelallergien ist der doppelblinde Placebo‑kontrollierte Nahrungsmittelprovokationstest der Goldstandard, aber aufwändig. Vorsicht vor kommerziellen „Allergietests“ aus dem Internet, die oft IgG4 oder andere Marker messen – diese sind wissenschaftlich nicht belegt und können zu unnötigen Diäten führen. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für einen ärztlich indizierten Allergietest. Ein reiner Heimtest (z. B. Blut aus der Fingerkuppe) kann einen Hinweis geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Bei Verdacht auf eine Allergie ist der erste Schritt immer der Besuch beim Hausarzt oder direkt beim Allergologen.
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