Die FUT2-Variante (Fucosyltransferase 2) bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Über die Darm-Hirn-Achse kann dies theoretisch die Stressregulation modulieren. Es gibt erste Beobachtungsstudien, die einen Zusammenhang zwischen FUT2-Genotyp und Stressanfälligkeit nahelegen, jedoch ist die Evidenzlage noch schwach. Die Effekte sind klein und nicht klinisch handlungsleitend. Ein Gentest allein erlaubt keine Aussage über individuelles Stresserleben oder -management. Lebensstilfaktoren wie Schlaf, Ernährung und Bewegung haben einen deutlich größeren Einfluss. Die Forschung befindet sich im Frühstadium; eine personalisierte Stressberatung auf Basis von FUT2 ist derzeit nicht evidenzbasiert.
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