Östrogene sind eine Gruppe von Steroidhormonen, die vor allem in den Eierstöcken produziert werden und eine zentrale Rolle im weiblichen Fortpflanzungssystem, aber auch im Knochenstoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und Gehirn spielen. Die Ernährung kann den Östrogenspiegel auf verschiedene Weise beeinflussen: Ballaststoffreiche Lebensmittel (Vollkorn, Hülsenfrüchte) fördern die Ausscheidung von Östrogen über den Darm. Kreuzblütler wie Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl enthalten Indol-3-Carbinol, das den Östrogenstoffwechsel in Richtung weniger aktiver Metaboliten verschieben kann. Phytoöstrogene aus Soja, Leinsamen und Hülsenfrüchten können schwach östrogen wirken oder als Antagonisten fungieren. Ein gesundes Körpergewicht ist entscheidend, da Fettgewebe Aromatase enthält, die Androgene in Östrogene umwandelt. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und aus Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien sind begrenzt. Individuelle genetische Varianten (z.B. im CYP1A1, COMT) können den Östrogenabbau beeinflussen, aber die Ernährung hat einen modulierbaren Effekt.
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