Die Verbindung zwischen FUT2 und Haut ist indirekt und wird über die Darm-Haut-Achse vermittelt. FUT2 kodiert für eine Fucosyltransferase, die bestimmt, ob Blutgruppenantigene (H-Antigen) in Körperflüssigkeiten wie Speichel und Darmsekret sezerniert werden (Secretor-Status). Dieser Status beeinflusst die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, da bestimmte Bakterien diese Zuckerstrukturen als Andockstelle nutzen. Ein verändertes Mikrobiom kann wiederum über Entzündungswege, kurzkettige Fettsäuren und Immunmodulation die Hautgesundheit beeinflussen – etwa bei Akne, Neurodermitis oder Psoriasis. Die vorliegenden Korpusdaten enthalten jedoch keine direkten Studien zu FUT2 und Haut. Die Evidenz ist daher als mechanistisch und indirekt einzustufen. MyBody-X-Tests können den Secretor-Status erfassen, aber die klinische Relevanz für Hautprobleme ist nicht ausreichend belegt. Eine personalisierte Hautpflege oder Ernährung auf Basis von FUT2 allein wäre spekulativ. Weitere Forschung ist nötig, um kausale Zusammenhänge zu bestätigen.
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