Der Nährstoffcheck (Bluttest auf Vitamine, Mineralstoffe etc.) kann indirekt eine Rolle für den Schlaf spielen, indem er Nährstoffdefizite aufdeckt, die mit Schlafqualität assoziiert sind. So ist beispielsweise ein Magnesiummangel mit verzögerter Einschlafzeit und unruhigem Schlaf verbunden, Vitamin-D-Mangel mit kürzerer Schlafdauer und B-Vitamine (B6, B12, Folsäure) sind an der Melatoninsynthese beteiligt. Allerdings: Der Test misst lediglich den Status – er sagt nicht aus, ob eine Supplementierung den Schlaf verbessert. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien zeigen oft nur moderate Effekte. Zudem können Schlafprobleme viele Ursachen haben (Stress, Hormone, Schlafhygiene), die ein Nährstoffcheck nicht erfasst. Der Nutzen liegt daher in der personalisierten Ernährungsberatung: Bei nachgewiesenem Mangel kann eine gezielte Supplementierung den Schlaf unterstützen – aber nicht ersetzen. Caveat: Keine Diagnose von Schlafstörungen; bei anhaltenden Problemen ärztliche Abklärung.
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