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Kann Cortisol bei fatigue helfen?

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Kann Cortisol bei fatigue helfen?

Cortisol ist ein lebenswichtiges Stresshormon, das den Energiehaushalt reguliert. Bei Fatigue (Erschöpfung) denken manche an einen ‚Cortisolmangel‘ und erwägen eine Supplementierung. Die Evidenz ist jedoch komplex: Bei nachgewiesener Nebenniereninsuffizienz (z. B. Morbus Addison) ist eine Cortisolersatztherapie lebensnotwendig und bessert die Fatigue. Bei allgemeiner Erschöpfung ohne klare endokrine Störung ist eine Cortisolgabe jedoch nicht indiziert – sie kann sogar schaden, indem sie den natürlichen Rhythmus unterdrückt, das Immunsystem schwächt und langfristig zu Gewichtszunahme, Osteoporose und Diabetes beiträgt. Viele Fatigue-Patienten haben normale oder sogar erhöhte Cortisolspiegel, oft mit gestörter Tagesrhythmik. Die Forschung zu ‚adrenal fatigue‘ ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Statt Cortisol sollten Ursachen wie Schlafmangel, Schilddrüsenfunktion, Nährstoffmängel (z. B. Vitamin D, B12, Eisen) oder psychische Belastung abgeklärt werden. Ein MyBody-X Gentest kann z. B. MTHFR-Varianten oder BDNF (rs6265) analysieren, die indirekt mit Stressverarbeitung und Energie zusammenhängen, aber keine Cortisolspiegel messen. Fazit: Cortisol hilft bei Fatigue nur in seltenen medizinischen Fällen; eigenständige Einnahme ist gefährlich. Konsultieren Sie einen Arzt für eine individuelle Diagnostik.

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