HLA-DQ2 ist ein genetischer Marker für das Risiko einer Zöliakie, nicht direkt für Blutzucker. Ein positiver Befund bedeutet lediglich eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Zöliakie, die unbehandelt zu Malabsorption und indirekt zu Blutzuckerschwankungen führen kann. Allerdings ist der Test allein nicht sinnvoll für die Blutzuckersteuerung – weder zur Diagnose noch zur Ernährungsplanung. Die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen HLA-DQ2 und Blutzucker ist schwach (mechanistisch, indirekt). Consumer-DNA-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Bei Verdacht auf Zöliakie (z. B. Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit) sind Antikörpertests und eine Dünndarmbiopsie nötig, nicht nur ein Gentest. Ohne Symptome oder erhöhte Antikörper hat HLA-DQ2 keinen Nutzen für die Blutzuckerkontrolle. Sicherheitshinweis: Eine glutenfreie Diät ohne gesicherte Zöliakie-Diagnose kann zu Nährstoffmängeln führen und ist nicht als Blutzuckerdiät empfohlen.
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