Die Risiken einer Testosteron-Selbstmedikation im Alltag sind erheblich: kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall), Schlafapnoe, Prostataprobleme, Unfruchtbarkeit, Stimmungsschwankungen und Akne. Eine Testosteronersatztherapie ist nur bei klinisch nachgewiesenem Mangel (z. B. Hypogonadismus) und unter ärztlicher Kontrolle sinnvoll. Grenzen: Direkt-zu-Verbraucher-DNA-Tests (wie MyBody-X) können keine verlässliche Aussage über den aktuellen Testosteronspiegel oder den individuellen Bedarf treffen – sie zeigen lediglich genetische Veranlagungen mit geringer Effektstärke. Ohne Blutbild und ärztliche Abklärung ist eine Supplementierung riskant und oft wirkungslos. Die Evidenz für „Testosteron-Booster“ bei gesunden Männern ist schwach; viele Präparate sind nicht reguliert. Fazit: Testosteron ist kein Lifestyle-Medikament – die Risiken überwiegen bei unkontrollierter Einnahme.
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