Evidenz-Check: Nährstoffcheck im Kontext von Stress
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TIKKI Wissensantwort
Die Idee, einen Nährstoffcheck (z. B. über DNA-Tests) zur Stressoptimierung zu nutzen, klingt verlockend, wird aber von der aktuellen Evidenz nur schwach gestützt. Die im Kontext erwähnten COMT-Genotypen („Worrier“) sind stark vereinfachte Marketinglabels – es gibt keine validierten Studien, die daraus spezifische Ernährungsempfehlungen ableiten. Auch Supplemente wie Ashwagandha oder Phosphatidylserin zeigen in Studien gemischte Ergebnisse; eine aktuelle Übersicht (PMC11294871) weist auf begrenzte Wirksamkeit bei Cortisol hin, aber die Evidenz ist nicht ausreichend für personalisierte Dosen. MyBody-X-Tests sind laut Kontext keine diagnostischen Medizinprodukte und unterliegen dem GenDG. Ein Nährstoffcheck im Stresskontext sollte daher nicht als medizinische Entscheidungsgrundlage dienen. Bewährte Stressmanagement-Strategien (Schlaf, Bewegung, ausgewogene Ernährung) haben eine deutlich stärkere Evidenzbasis als jeder derzeitige Gentest. Fazit: Die Evidenz für einen Nährstoffcheck bei Stress ist unzureichend; Verbraucher sollten skeptisch gegenüber übertriebenen Versprechungen sein.
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