Eine Stoffwechselanalyse (Metabolic Analysis) ist ein Überbegriff für Tests, die den Energie- und Nährstoffumsatz des Körpers bewerten. Sie umfasst typischerweise Blutmarker (z. B. Glukose, Lipide, Ferritin, Harnstoff), genetische Varianten (z. B. CYP1A2, ADH1B, TNF) und manchmal Mikrobiom-Daten. Ziel ist es, individuelle Schwachstellen oder Optimierungspotenziale zu identifizieren. Die Evidenz ist gemischt: Blutwerte sind klinisch etabliert (z. B. Ferritin als Eisenstatus, jedoch durch Entzündung verfälschbar). Genetische Marker wie CYP1A2 rs762551 beeinflussen den Koffeinabbau, aber die Effekte auf Cortisol oder Testosteron sind klein und nicht diagnostisch. TNF rs1800629 ist mit Entzündung assoziiert, aber nicht ursächlich für Hormonstörungen. Viele Anbieter vermischen gesicherte Biomarker mit schwachen genetischen Assoziationen. Eine verlässliche Stoffwechselanalyse sollte auf validierten Blutparametern basieren, ergänzt durch genetische Hinweise mit Vorsicht. Ohne ärztliche Einordnung besteht Risiko von Fehlinterpretation oder Übertherapie.
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