Mythen vs. Fakten: MTHFR und Fruchtbarkeit. MTHFR-Varianten (C677T, A1298C) sind häufig und beeinflussen die Folsäureverwertung. Manche Studien berichten über einen Zusammenhang mit wiederholten Fehlgeburten oder männlicher Unfruchtbarkeit, doch die Evidenz ist widersprüchlich. Große Metaanalysen finden oft keinen signifikanten Effekt auf die Fertilität. Der Mythos, dass MTHFR-Mutationen direkt Unfruchtbarkeit verursachen, ist übertrieben. Fakt ist: Eine ausreichende Folsäurezufuhr ist für alle Schwangeren wichtig, unabhängig vom MTHFR-Status. Ein Gentest allein sagt wenig über die tatsächliche Fruchtbarkeit aus. Viele kommerzielle Anbieter vermarkten MTHFR-Tests als Schlüssel zur Fruchtbarkeit, was wissenschaftlich nicht haltbar ist. Caveat: Hohe Dosen Folsäure können einen Vitamin-B12-Mangel maskieren. Bei wiederholten Fehlgeburten sollte eine umfassende medizinische Abklärung erfolgen, nicht nur ein Gentest.
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