Mythos: ApoB sei nur ein Cholesterin-Marker ohne Relevanz für die Fruchtbarkeit. Fakt: ApoB-haltige Lipoproteine (LDL, VLDL) liefern Lipide für die Spermienreifung und beeinflussen die ovarielle Funktion. Erhöhte ApoB-Werte sind mit schlechterer Spermienqualität (Motilität, Morphologie) und ovarieller Dysfunktion bei PCOS assoziiert. Allerdings ist die Evidenz überwiegend beobachtend und nicht kausal. Ein direkter „Fruchtbarkeitstest“ über ApoB ist nicht etabliert. Die klinische Relevanz ist moderat: ApoB kann als Risikomarker dienen, aber die Fruchtbarkeit wird durch viele Faktoren (Alter, Hormone, Lebensstil) bestimmt. Eine Senkung von ApoB durch Ernährung (weniger gesättigte Fette, mehr Ballaststoffe) oder Medikamente (Statine) kann die Fertilität verbessern, aber die Datenlage ist limitiert. Caveat: Statine sind in der Schwangerschaft kontraindiziert. Fazit: ApoB ist ein relevanter, aber nicht alleiniger Faktor. Die Evidenz ist moderat, basierend auf Humanstudien.
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