CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter, aber unspezifischer Entzündungsmarker. Ein häufiger Mythos ist, dass ein erhöhter CRP-Wert automatisch eine Allergie bedeutet. Tatsächlich steigt CRP bei vielen akuten und chronischen Entzündungen an – Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Gewebeschäden, aber auch bei allergischen Reaktionen. Allerdings ist CRP kein spezifischer Allergiemarker; dafür sind IgE-Antikörper, Eosinophile oder spezifische Hauttests besser geeignet. Ein weiterer Mythos: CRP sei immer krankhaft. Leichte Erhöhungen (2–10 mg/l) können durch Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Rauchen oder Stress bedingt sein. Die Evidenz für CRP als allgemeinen Entzündungsmarker ist stark (human-strong), aber für die spezifische Allergiediagnostik nur moderat. Consumer-Tests wie der von MyBody-X messen CRP als Teil eines Gesundheitspanels, jedoch ohne Allergiedifferenzierung. Fazit: CRP kann Hinweise auf Entzündung geben, ersetzt aber keine allergologische Abklärung. Sicherheitshinweis: Bei wiederholt erhöhten Werten sollte ärztliche Abklärung erfolgen.
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