BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist vor allem für seine Rolle im Nervensystem bekannt, wird aber auch von Immunzellen exprimiert und kann allergische Entzündungsprozesse modulieren. Die Studienlage zu BDNF-Polymorphismen (z. B. Val66Met, rs6265) und Allergierisiko ist jedoch widersprüchlich und überwiegend mechanistisch. Einige Arbeiten zeigen Assoziationen mit Asthma oder atopischer Dermatitis, andere finden keine signifikanten Effekte. Consumer-DNA-Tests wie MyBody-X können BDNF-Varianten analysieren, aber die klinische Aussagekraft für Allergien ist gering. Die Evidenz reicht nicht für personalisierte Empfehlungen. Wichtiger sind etablierte Faktoren: Familienanamnese, Umweltbelastungen, Ernährung und Stress. Lassen Sie sich von einem Allergologen beraten, bevor Sie aufgrund von Gentests Maßnahmen ergreifen. BDNF-Supplemente oder spezifische Diäten zur ‚Genoptimierung‘ sind nicht evidenzbasiert.
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