Reis ist von Natur aus glutenfrei, da Gluten nur in bestimmten Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Bei Verdacht auf Zöliakie oder Glutensensitivität sind jedoch spezifische Blutwerte relevant. Für die Zöliakie-Diagnostik gelten Antikörper gegen Gewebetransglutaminase (tTG-IgA) als Goldstandard, ergänzt durch Gesamt-IgA, um einen IgA-Mangel auszuschließen. Bei IgA-Mangel können tTG-IgG oder Endomysium-Antikörper (EMA) herangezogen werden. Ein positiver Befund wird meist durch eine Dünndarmbiopsie bestätigt. Genetische Tests auf HLA-DQ2/DQ8 (z. B. rs2395182 im HLA-DQA1-Gen) können das Risiko für Zöliakie abschätzen, sind aber nicht diagnostisch. Für eine Weizenallergie sind spezifische IgE-Antikörper relevant. Eine nicht-zöliakiebedingte Glutensensitivität (NCGS) lässt sich bislang nicht durch Blutwerte nachweisen; die Diagnose stützt sich auf Ausschluss und Symptomtagebuch. Wichtig: Einzelne Gentests oder Selbsttests ersetzen keine ärztliche Abklärung. Bei Beschwerden nach Reis (z. B. durch Kontamination mit Gluten oder andere Unverträglichkeiten) sollte ein Arzt konsultiert werden.
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