HLA-DQ2 ist ein genetischer Marker, der stark mit Zöliakie assoziiert ist – einer Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Für Langlebigkeit an sich gibt es keine belastbare Evidenz, dass HLA-DQ2 direkt vorteilhaft wäre. Einige epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass eine glutenfreie Ernährung bei Nicht-Zöliakie-Betroffenen keinen klaren Nutzen bringt. Bei Zöliakie-Patienten hingegen kann eine strikte glutenfreie Diät Komplikationen verhindern und die Lebensqualität verbessern, was indirekt die Lebenserwartung positiv beeinflussen könnte. Allerdings ist der Effekt auf die allgemeine Langlebigkeit in der Gesamtbevölkerung minimal. Die Evidenzlage ist überwiegend mechanistisch und basiert auf Assoziationsstudien; randomisierte kontrollierte Studien zur Langlebigkeit fehlen. Daher ist eine alleinige HLA-DQ2-Testung ohne klinische Symptome oder Familienanamnese für Langlebigkeitsempfehlungen nicht sinnvoll. Caveat: Der Test kann unnötige Ängste oder Diäten auslösen.
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