Die Frage, ob VDR (Vitamin-D-Rezeptor) bei Fatigue sinnvoll ist, lässt sich aus der aktuellen Studienlage nicht eindeutig mit „ja“ beantworten. VDR-Polymorphismen (z. B. rs2228570, rs1544410) beeinflussen die Vitamin-D-Signalübertragung und können mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln assoziiert sein. Ein Vitamin-D-Mangel wiederum wird häufig mit Müdigkeit und Erschöpfung in Verbindung gebracht. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte kausale Rolle von VDR-Varianten bei Fatigue schwach. Die meisten Studien sind assoziativ (GWAS) oder mechanistisch, ohne robuste klinische Endpunkte. Zudem wird Fatigue durch viele Faktoren beeinflusst – Schlaf, Stress, Ernährung, andere Gene. Ein reiner DNA-Test auf VDR liefert daher keine verlässliche Handlungsanweisung. Sinnvoller ist eine Bestimmung des 25(OH)-Vitamin-D-Spiegels im Blut. Erst bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung erwogen werden. Direkt-zu-Konsumenten-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Fazit: VDR-Genetik ist ein Puzzlestück, aber kein alleiniger Ratgeber bei Fatigue.
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