Bei Ferritin und Eisenmangel im Sportkontext ist Vorsicht geboten: Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen (z. B. nach intensivem Training) falsch erhöht sein kann. Ein niedriger Ferritinwert (<30 ng/ml) weist auf leere Eisenspeicher hin, auch wenn Hämoglobin noch normal ist. Sportler, besonders Ausdauer- und Frauen, haben ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel durch erhöhten Bedarf, Blutverlust (Gastrointestinaltrakt, Menstruation) und Hämolyse. Symptome sind Müdigkeit, Leistungseinbruch, Kurzatmigkeit. Vor einer Supplementierung sollte ein vollständiges Eisenprofil (Ferritin, Transferrinsättigung, Hämoglobin, CRP) erhoben werden, um eine Eisenüberladung (z. B. bei HFE-Genvarianten) auszuschließen. Die Einnahme von Eisen ohne Diagnose kann schädlich sein. Genetische Tests (z. B. HFE) sind nur bei Verdacht auf Hämochromatose sinnvoll. Evidenz: gut belegt, aber kontextabhängig.
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