Im Blut lassen sich zahlreiche Gesundheitsmarker bestimmen: Blutbild (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten), Blutfette (Cholesterin, Triglyceride), Blutzucker (HbA1c, Nüchternglukose), Leber- und Nierenwerte (GOT, GPT, Kreatinin), Elektrolyte, Vitamine (z. B. Vitamin D, B12), Hormone (Schilddrüse, Sexualhormone), Entzündungsmarker (CRP, IL-6) sowie spezifische Antikörper oder Tumormarker. Die Aussagekraft ist je nach Marker unterschiedlich: Einige sind klinisch etabliert (z. B. HbA1c), andere wie einzelne Zytokine oder genetische Varianten (z. B. rs1800795 im IL6-Gen) haben nur schwache prädiktive Werte und sind nicht für die individuelle Diagnose geeignet. Wichtig: DNA-Tests (z. B. auf Stoffwechsel- oder Longevity-Gene) analysieren die Erbsubstanz, nicht das Blut selbst – sie zeigen genetische Veranlagungen, keine aktuellen Blutwerte. Auch Mikrobiom-Tests basieren auf Stuhlproben, nicht auf Blut. Die Interpretation sollte immer durch einen Arzt oder qualifizierten Berater erfolgen, da viele Werte tageszeitlichen Schwankungen unterliegen und Referenzbereiche kontextabhängig sind.
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