HbA1c ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Schlafqualität und -dauer beeinflussen die Insulinsensitivität und den Glukosestoffwechsel. Chronischer Schlafmangel oder gestörter Schlaf (z. B. bei Schlafapnoe) können zu erhöhten HbA1c-Werten führen, auch ohne Diabetes. Achten Sie daher auf ausreichenden, erholsamen Schlaf (7–9 h), regelmäßige Schlafzeiten und Vermeidung von Bildschirmlicht vor dem Schlafengehen. Ein erhöhter HbA1c sollte jedoch nicht allein auf Schlafprobleme zurückgeführt werden – andere Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Stress und genetische Veranlagung spielen ebenfalls eine Rolle. Zudem können Hämoglobinvarianten (z. B. bei Sichelzellanämie) oder Anämien den HbA1c-Wert verfälschen. Einzelfallinterpretationen aus Heimtests sind mit Vorsicht zu genießen; eine ärztliche Abklärung ist bei auffälligen Werten ratsam. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen Schlaf und HbA1c ist moderat (Beobachtungsstudien, keine großen RCTs).
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