Ein Nährstoffcheck auf DNA-Basis (z. B. von MyBody-X) analysiert genetische Varianten, die den Stoffwechsel von Vitaminen, Mineralstoffen oder Fetten beeinflussen können. Die Ergebnisse zeigen lediglich Veranlagungen – keine tatsächlichen Mangelzustände. Risiken bestehen vor allem in der Fehlinterpretation: Wer aufgrund eines Gens zu hohen Dosen eines Supplements greift, riskiert Überdosierung oder Toxizität (z. B. Vitamin A, Selen). Zudem können falsche Sicherheit oder unnötige Ängste entstehen. Die Evidenz für viele Nutrigenetik-Marker ist schwach (meist mechanistische Studien oder kleine GWAS). Ein Nährstoffcheck ersetzt keine Blutuntersuchung und keine ärztliche Beratung. Besonders bei Kindern oder Schwangeren ist Vorsicht geboten. MyBody-X selbst weist darauf hin, dass die Tests nicht diagnostisch sind. Fazit: Der Check kann als Orientierung dienen, birgt aber Risiken bei unkritischer Umsetzung.
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