CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen. Im Sportkontext kann ein erhöhter CRP-Wert auf Übertraining, unzureichende Regeneration oder eine beginnende Infektion hinweisen. Akute Belastung (z. B. intensives Ausdauertraining) führt zu einem vorübergehenden CRP-Anstieg, der normalerweise innerhalb von 24–48 Stunden abklingt. Chronisch erhöhte Werte (>3 mg/L) deuten auf eine anhaltende niedriggradige Entzündung hin, die mit erhöhtem Verletzungsrisiko, verminderter Leistungsfähigkeit und langfristigen Gesundheitsrisiken assoziiert ist. Regelmäßige moderate Bewegung senkt hingegen das basale CRP-Niveau. Die Evidenz für den Einsatz von CRP als Steuerungsparameter im Training ist überwiegend beobachtend (human-moderate). Klinisch relevante Grenzwerte sind nicht sportspezifisch definiert. Caveat: CRP ist unspezifisch – auch Infekte, Verletzungen oder Ernährung beeinflussen den Wert. Ein einzelner Messwert ohne klinischen Kontext ist wenig aussagekräftig. Für Sportler empfiehlt sich eine Verlaufskontrolle in Ruhephasen, kombiniert mit anderen Regenerationsmarkern (z. B. Kreatinkinase, subjektives Befinden).
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