Ein Nährstoffcheck (z. B. Bluttest auf Vitamine, Mineralstoffe) kann sinnvoll sein, wenn ein konkreter Mangelverdacht besteht – etwa bei veganer Ernährung, chronischen Erkrankungen oder bestimmten Medikamenten. Für gesunde Menschen ohne Symptome ist der Nutzen jedoch begrenzt: Die Ergebnisse sind oft tagesformabhängig, Referenzbereiche uneinheitlich und viele Mikronährstoffe lassen sich nicht zuverlässig im Blut messen. Zudem verleiten Ergebnisse schnell zur unnötigen Supplementierung, die bei fettlöslichen Vitaminen oder Spurenelementen sogar riskant sein kann. Die Evidenzlage ist gemischt: Für Risikogruppen gibt es moderate Belege, für die Allgemeinbevölkerung eher schwache. Ein Nährstoffcheck ersetzt keine ärztliche Diagnostik und sollte immer mit einer qualifizierten Ernährungsberatung kombiniert werden.
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