HDL-Cholesterin wird oft als 'gutes' Cholesterin bezeichnet, aber sein Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit ist komplex. Bei Frauen können niedrige HDL-Werte auf ein metabolisches Ungleichgewicht hinweisen, das die Eizellqualität und den Hormonhaushalt beeinträchtigt. Studien zeigen, dass HDL eine Rolle bei der Steroidhormonsynthese (z. B. Östrogen, Progesteron) spielt. Ein HDL unter 40 mg/dL (Frauen) oder 50 mg/dL (Männer) gilt als Risikofaktor. Allerdings ist HDL allein kein verlässlicher Fruchtbarkeitsmarker – es muss im Kontext von Gesamtcholesterin, Triglyceriden, Insulinresistenz und Entzündungswerten betrachtet werden. Consumer-Tests messen HDL standardmäßig, aber die Interpretation für Fruchtbarkeit erfordert ärztliche Abklärung. Evidenz: human-moderate (Beobachtungsstudien, keine randomisierten Studien zu HDL und Fertilität). Caveat: HDL-Werte können durch Ernährung, Bewegung und Medikamente beeinflusst werden; eine isolierte HDL-Erhöhung bringt nicht zwingend Fruchtbarkeitsvorteile.
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