Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Spermienqualität (Bildung, Motilität) und den weiblichen Hormonhaushalt (Follikelreifung, Eizellqualität) relevant ist. Studien zeigen, dass ein Zinkmangel die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann, insbesondere bei Männern mit suboptimalem Spermienprofil. Allerdings ist die Evidenz für eine generelle Supplementation bei normalem Zinkstatus schwach – die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien oder kleinen Interventionsstudien. Ein routinemäßiger Zinktest oder eine Hochdosissupplementation ohne nachgewiesenen Mangel wird von Leitlinien nicht empfohlen. Zudem kann zu viel Zink die Kupferaufnahme stören und negative Effekte haben. Für eine individuelle Bewertung wäre ein Zinkstatus (Serum oder Erythrozyten) sinnvoll, bevor man supplementiert. Insgesamt ist Zink bei nachgewiesenem Mangel oder bei bestimmten Fruchtbarkeitsproblemen (z. B. Oligozoospermie) unterstützend, aber kein Allheilmittel. Die Evidenz ist moderat, basierend auf Humanstudien, aber nicht ausreichend für eine generelle Empfehlung.
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