Zink wird oft als Wundermittel für Sportler beworben, doch die wissenschaftliche Evidenz ist gemischt. Fakt: Zink ist essenziell für Immunfunktion, Proteinsynthese und Wundheilung – alles relevant für Sportler. Ein Mangel kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, insbesondere bei Ausdauersportlern, die durch Schwitzen Zink verlieren. Mythos: Zinkpräparate steigern den Testosteronspiegel signifikant. Studien zeigen nur geringe Effekte bei Männern mit Zinkmangel, nicht bei ausreichend Versorgten. Auch die Behauptung, Zink beuge Muskelkater vor oder beschleunige die Regeneration, ist nicht ausreichend belegt. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 10–15 mg; eine Supplementierung über 40 mg kann zu Übelkeit, Kupfermangel und Immunstörungen führen. Ein Bluttest (z. B. MyBody-X) kann einen Mangel aufdecken, aber eine pauschale Einnahme ohne Nachweis ist nicht sinnvoll. Die Evidenz für Zink und Sport ist insgesamt moderat und basiert meist auf Beobachtungsstudien oder mechanistischen Daten. Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Defizit oder erhöhtem Bedarf (z. B. Veganer, starkes Schwitzen) erfolgen.
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