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Evidenz-Check: COMT im Kontext von menopause

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Evidenz-Check: COMT im Kontext von menopause

COMT (Catechol-O-Methyltransferase) ist ein Schlüsselenzym im Abbau von Östrogenen, insbesondere der Katecholöstrogene. In der Menopause sinkt die Östrogenproduktion, aber die verbleibenden Östrogene werden weiterhin über COMT abgebaut. Der häufigste SNP (rs4680, Val158Met) verändert die Enzymaktivität: Träger der Val-Variante („Krieger“) haben eine höhere Aktivität, Met-Träger („Sorger“) eine niedrigere. Studien zeigen widersprüchliche Assoziationen mit Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Brustkrebsrisiko. Die Effektstärken sind jedoch gering und werden durch Lebensstil, Ernährung und andere Gene überlagert. Die Bezeichnung „Krieger/Sorger“ stammt aus der Stressforschung und ist für die Menopause nicht validiert. Große GWAS (n>100.000) finden nur schwache Zusammenhänge. Ein COMT-Test allein hat keinen klinischen Nutzen für die Menopause-Beratung. Evidenz: human-moderate. Caveat: Keine Handlungsempfehlung aus dem SNP ableitbar.

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