Mythen und Fakten zu Longevity-DNA-Tests und Schlaf: Viele Tests behaupten, anhand von Genvarianten (z. B. in CLOCK, PER, CRY) die Schlafqualität oder den Chronotyp vorhersagen zu können. Fakt ist: Die Genetik erklärt nur einen kleinen Teil der Schlafvariabilität – Umwelt, Lebensstil und psychische Faktoren sind oft entscheidender. Einige Marker wie rs16969968 (CHRNA5) sind mit Nikotinabhängigkeit assoziiert, nicht direkt mit Schlaf. Andere wie SIRT1-Varianten haben bislang keine belegte Relevanz für den menschlichen Schlaf oder die Langlebigkeit. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder aus Tierstudien. Ein Longevity-DNA-Test kann daher keine verlässliche Aussage über die Schlafqualität oder Lebenserwartung treffen. Stattdessen sind bewährte Maßnahmen wie regelmäßiger Schlafrhythmus, Vermeidung von Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen und Stressmanagement nachweislich wirksamer. Vorsicht vor übertriebenen Versprechungen: Kein Gentest ersetzt eine ärztliche Schlafdiagnostik bei ernsthaften Problemen.
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