Die Frage nach Marketing-Hype bei MY FOODBOOK und Diätplan ist berechtigt. Viele personalisierte Ernährungspläne, die auf DNA- oder Mikrobiomtests basieren, versprechen oft mehr, als die Wissenschaft halten kann. Während einzelne genetische Marker wie HLA-DQ2/DQ8 für Zöliakie eine klare klinische Relevanz haben (über 95 % der Betroffenen tragen diese Haplotypen), sind die Effekte der meisten anderen ‚Ernährungsgene‘ (z. B. COMT, FTO, TAS2R38) in großen GWAS-Studien als sehr klein oder nicht reproduzierbar eingestuft worden. Mikrobiom-Tests können grobe Hinweise auf die Darmflora geben, aber sie sind nicht diagnostisch und können keine Krankheiten ausschließen. Ein Diätplan, der allein aus solchen Tests abgeleitet wird, entbehrt oft einer soliden Evidenzbasierung. Die Produktbeschreibungen von MY FOODBOOK klingen stark nach Marketing – die tatsächliche klinische Nützlichkeit ist für den Durchschnittsverbraucher fraglich. Ohne ärztliche Begleitung und ohne Berücksichtigung von Anamnese, Laborwerten und Lebensstil bleibt ein solcher Plan spekulativ. Verbraucher sollten skeptisch sein und keine Wunder erwarten.
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