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wie funktioniert personalisierte medizin durch genanalyse?

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wie funktioniert personalisierte medizin durch genanalyse?

Personalisierte Medizin durch Genanalyse basiert auf der Identifikation von Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs), die mit bestimmten Gesundheitsmerkmalen oder Krankheitsrisiken assoziiert sind. Diese Assoziationen stammen meist aus genomweiten Assoziationsstudien (GWAS), die statistische Zusammenhänge zwischen Genvarianten und Phänotypen aufdecken. Die Idee ist, dass man durch Kenntnis der eigenen genetischen Risikofaktoren präventive Maßnahmen oder Therapien individuell anpassen kann. In der Praxis ist die klinische Umsetzung jedoch begrenzt: Die Effektstärken einzelner SNPs sind meist klein, die Ergebnisse sind oft populationsspezifisch und viele kommerzielle Tests sind nicht ausreichend validiert. Wichtige Gesundheitsorganisationen raten von solchen Tests für die Allgemeinbevölkerung ab, da sie selten klinisch handlungsrelevante Informationen liefern (PMID: 38474735, 40079117). Stattdessen sind Lebensstilfaktoren und validierte Biomarker wie CRP oder Vitamin D derzeit aussagekräftiger. Die personalisierte Medizin über Genanalyse steckt noch in den Anfängen und sollte nicht mit einer medizinischen Diagnose verwechselt werden. Sie kann als ergänzende Information dienen, ersetzt aber keine ärztliche Beratung.

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