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Longevity | ALL IN ONE DNA-Test: hilft ein DNA-Test dabei?

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Longevity | ALL IN ONE DNA-Test: hilft ein DNA-Test dabei?

Ein DNA-Test, der mit ‚Longevity‘ beworben wird, verspricht oft, genetische Risiken für altersbedingte Erkrankungen zu erkennen und personalisierte Anti-Aging-Strategien abzuleiten. Die wissenschaftliche Realität sieht jedoch anders aus: Die meisten dieser Tests basieren auf polygenen Risikoscores (PRS), die aus populationsbezogenen Assoziationsstudien stammen. Diese Scores haben eine geringe prädiktive Aussagekraft für den Einzelnen, insbesondere bei nicht-europäischen Abstammungen. Zudem sind Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress) für die Lebenserwartung deutlich relevanter als die meisten genetischen Marker. Einige Einzelvarianten, wie z. B. rs4244285 im CYP2C19-Gen, sind pharmakogenetisch relevant (z. B. für die Verstoffwechselung von Medikamenten), aber nicht für Langlebigkeit. In Deutschland unterliegen gesundheitsbezogene Gentests dem Gendiagnostikgesetz (GenDG): Sie müssen ärztlich verordnet und begleitet werden. Direkt-zu-Verbraucher-Tests ohne Arztbeteiligung sind illegal. Die EU-Medizinprodukteverordnung (IVDR) stuft solche Tests als Klasse C oder D ein, was klinische Validität und Zertifizierung erfordert – viele aktuelle Angebote erfüllen dies noch nicht. Fazit: Ein DNA-Test kann allenfalls Hinweise auf bekannte monogene Risiken oder Pharmakogenetik geben, aber nicht seriös die Lebenserwartung vorhersagen. Die Evidenz ist überwiegend Marketing.

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