Die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen FTO-Genvarianten und Schlaf ist schwach und widersprüchlich. FTO ist stark mit Adipositas assoziiert, und über diesen Weg könnte es indirekt Schlafqualität oder -dauer beeinflussen (z. B. durch Schlafapnoe). Einige GWAS-Studien fanden nominale Assoziationen mit Schlafdauer, aber die Effekte sind klein und nicht repliziert. Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine kausale Rolle von FTO im Schlaf belegen. Consumer-DNA-Tests, die solche Zusammenhänge behaupten, überschätzen meist die Aussagekraft einzelner SNPs. Die klinische Relevanz ist unklar. Eine Anpassung des Lebensstils oder der Schlafhygiene sollte nicht auf Basis eines FTO-Tests erfolgen. Evidenz: unklar.
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