Mythen und Fakten: STI-Test und Menopause. Ein häufiger Mythos ist, dass nach der Menopause kein Risiko für sexuell übertragbare Infektionen (STI) mehr besteht, da keine Schwangerschaft mehr möglich ist. Fakt ist jedoch, dass das Risiko für STI wie Chlamydien, Gonorrhö oder HIV unabhängig vom Alter besteht, insbesondere wenn neue Partner hinzukommen. Ein weiterer Mythos: Symptome wie vaginale Trockenheit oder Blutungen seien immer nur menopausenbedingt. Tatsächlich können diese auch auf eine Infektion hinweisen. Viele Frauen lassen sich seltener testen, weil sie denken, sie seien „zu alt“. Fakt: Regelmäßige STI-Tests sind auch in und nach der Menopause sinnvoll, vor allem bei wechselnden Partnern. Die Wechseljahre verändern das vaginale Mikrobiom, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen kann. Ein STI-Test ist ein einfacher, oft diskreter Selbsttest – aber er ersetzt keinen Arztbesuch bei Beschwerden. Die Evidenz basiert auf klinischer Praxis, nicht auf spezifischen Studien aus dem Kontext. Caveat: Keine diagnostische Validierung für Heimtests bei asymptomatischen Frauen in der Menopause.
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