Der Omega-3-Index misst den Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen und gilt als Marker für die langfristige Omega-3-Versorgung. Ein niedriger Index (<4 %) wird mit erhöhter Entzündungsaktivität assoziiert, was wiederum die Stressresilienz beeinträchtigen kann. Studien zeigen, dass eine Supplementierung mit EPA/DHA (≥1 g/Tag) bei Personen mit niedrigem Index die Cortisol-Antwort auf akuten Stress dämpfen und die Stimmung verbessern kann. Allerdings ist die Evidenzlage moderat: Viele Studien sind klein oder an spezifischen Populationen (z. B. Sportler, depressive Patienten) durchgeführt. Zudem ist Stress multifaktoriell – Omega-3 ist nur ein Baustein. Ein hoher Index (>8 %) bringt nicht zwingend zusätzlichen Nutzen. Wichtig: Der Test allein sagt nichts über die Stressursache aus; er sollte als Teil einer umfassenden Analyse (inkl. Lebensstil, Schlaf, Mikrobiom) interpretiert werden. Die klinische Relevanz für gesunde Personen ohne Mangel ist unklar.
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