Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, deren erhöhte Spiegel (Hyperhomocysteinämie) mit Fruchtbarkeitsstörungen in Verbindung gebracht werden. Studien zeigen, dass erhöhtes Homocystein sowohl bei Frauen (z. B. wiederholte Fehlgeburten, Endometriose) als auch bei Männern (beeinträchtigte Spermienqualität) ein Risikofaktor sein kann. Der Mechanismus umfasst oxidative Schäden, endotheliale Dysfunktion und gestörte DNA-Methylierung. Allerdings ist die Evidenzlage moderat: Viele Studien sind Beobachtungsstudien, und der kausale Zusammenhang ist nicht vollständig geklärt. Ein Mythos ist, dass Homocystein allein für Unfruchtbarkeit verantwortlich sei – tatsächlich ist es ein Marker unter vielen. Ein Fakt ist, dass ein Mangel an Folsäure, Vitamin B12 und B6 den Homocysteinspiegel erhöhen kann. Eine Supplementierung dieser Vitamine senkt den Spiegel, aber ob dies die Fruchtbarkeit verbessert, ist nicht abschließend belegt. MyBody-X bietet Tests auf Homocystein an, jedoch sollte man die Ergebnisse immer ärztlich abklären lassen, insbesondere vor einer Schwangerschaft. Caveat: Eigenständige Supplementierung ohne Diagnose kann Risiken bergen (z. B. B12-Mangel maskieren).
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