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Evidenz-Check: TSH Schilddrüse im Kontext von Fruchtbarkeit

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Evidenz-Check: TSH Schilddrüse im Kontext von Fruchtbarkeit

TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein zentraler Biomarker für die Schilddrüsenfunktion. Ein TSH-Wert außerhalb des Referenzbereichs (meist 0,4–4,0 mU/l, bei Kinderwunsch enger 0,5–2,5 mU/l) kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen: Eine Hypothyreose (erhöhtes TSH) ist mit Zyklusstörungen, Anovulation und erhöhtem Abortrisiko assoziiert; eine Hyperthyreose (erniedrigtes TSH) kann ebenfalls die Ovulation stören. Die Evidenz ist stark – basierend auf klinischen Leitlinien (z. B. American Thyroid Association, European Thyroid Association) und großen Kohortenstudien. Wichtig: TSH wird im Blut gemessen, nicht über DNA-Tests. Consumer-DNA-Tests können zwar Varianten in Schilddrüsen-assoziierten Genen (z. B. TSHR, PDE8B) analysieren, deren Effekt auf TSH ist jedoch klein und nicht ausreichend für eine klinische Entscheidung. Ein auffälliger TSH-Wert sollte immer ärztlich abgeklärt werden – eine Behandlung (z. B. L-Thyroxin) kann die Fruchtbarkeit verbessern. MyBody-X bietet TSH als Biomarker an; die Interpretation sollte jedoch durch einen Endokrinologen oder Gynäkologen erfolgen. Die alleinige DNA-basierte Risikoabschätzung für Schilddrüsenfunktion ist derzeit nicht handlungsleitend.

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