Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) ist ein nukleärer Transkriptionsfaktor, der die Genexpression in Abhängigkeit von 1,25-Dihydroxyvitamin D reguliert. VDR wird in insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse, in Muskel- und Fettgewebe exprimiert. Über VDR beeinflusst Vitamin D die Insulinsekretion, die Insulinsensitivität und den Glukosestoffwechsel. Epidemiologische Studien zeigen Assoziationen zwischen niedrigen 25(OH)D-Spiegeln und erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes. Polymorphismen im VDR-Gen (z. B. FokI, BsmI, TaqI) werden mit veränderter Rezeptoraktivität und Glukosestoffwechselparametern in Verbindung gebracht. Die Evidenz ist jedoch überwiegend beobachtend und nicht ausreichend für klinische Handlungsempfehlungen. Ein DNA-Test auf VDR-Varianten allein sagt nichts über den aktuellen Vitamin-D-Status aus. Die Blutmessung von 25(OH)D ist der relevantere Marker. Eine Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Mangel und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da eine Überdosierung toxisch sein kann. Insgesamt spielt VDR eine modulierende Rolle im Blutzuckerhaushalt, aber die individuelle Vorhersagekraft ist begrenzt.
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