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Cortisol senken: was ist Marketing-Hype?

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Cortisol senken: was ist Marketing-Hype?

Die Frage nach Cortisol-Senkung ist ein Paradebeispiel für Marketing-Hype. Viele Produkte (Nahrungsergänzungsmittel, „Stress-Gentests“, Biohacking-Devices) versprechen, den Cortisolspiegel zu senken, aber die Evidenz ist meist schwach. Cortisol unterliegt natürlichen tageszeitlichen Schwankungen und wird durch akuten Stress, Schlafmangel, Koffein oder Sport beeinflusst. Ein einmaliger Speicheltest aus dem Internet sagt wenig über chronischen Stress aus. Echte Cortisol-Senkung gelingt am besten durch evidenzbasierte Maßnahmen: regelmäßiger Schlaf, Bewegung, Achtsamkeit, Reduktion von Dauerstress. Supplemente wie Ashwagandha oder Phosphatidylserin zeigen in kleinen Studien moderate Effekte, aber die Übertragbarkeit auf den Alltag ist unklar. DTC-DNA-Tests, die angebliche „Cortisol-Gene“ analysieren, sind wissenschaftlich nicht haltbar – die Genetik des Cortisolspiegels ist polygen und kaum klinisch nutzbar. Fazit: Viel Hype, wenig Evidenz. Wer wirklich seinen Cortisolspiegel senken möchte, sollte auf Lebensstil setzen und nicht auf teure Tests oder Pillen.

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