Die Senkung erhöhter Triglyceride ist bei bestimmten Risikogruppen eindeutig sinnvoll. Triglyceride sind ein eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere wenn sie über 150 mg/dl liegen. Studien zeigen, dass eine Senkung durch Lebensstiländerungen (weniger Zucker, mehr Omega-3-Fettsäuren, Bewegung) oder Medikamente (Fibrate, hochdosiertes Omega-3) das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren kann. Allerdings ist der Nutzen bei moderat erhöhten Werten ohne weitere Risikofaktoren weniger klar. Bei stark erhöhten Werten (>500 mg/dl) steht die Pankreatitis-Prävention im Vordergrund. Ein Gentest auf Lipoproteinlipase (LPL) oder APOA5 kann seltene genetische Ursachen aufdecken, aber die meisten Fälle sind multifaktoriell. Fazit: Für Personen mit erhöhten Triglyceriden und zusätzlichen Risikofaktoren lohnt sich die Senkung. Bei grenzwertigen Werten ohne weitere Risiken ist der Nutzen geringer. Konsultieren Sie einen Arzt für eine individuelle Bewertung.
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