Zöliakie ist eine autoimmune Erkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Ein zuverlässiger Test umfasst zunächst die Bestimmung von IgA-Antikörpern (tTG-IgA) bei normalem Gesamt-IgA, gefolgt von einer Dünndarmbiopsie zur Bestätigung. Genetische Tests auf HLA-DQ2/DQ8 können eine Zöliakie ausschließen, aber nicht beweisen, da etwa 30 % der Bevölkerung diese Marker tragen, ohne je zu erkranken. Ein direkter Verbraucher-DNA-Test, der nur einzelne SNPs wie rs2187668 analysiert, liefert keine Diagnose. Mythos: Ein positiver Gentest bedeutet Zöliakie. Fakt: Nur eine Biopsie oder eindeutige Serologie plus Symptome bestätigen die Erkrankung. Auch ein negativer Gentest schließt Zöliakie praktisch aus. Darmgesundheit ist mehr als Zöliakie – Reizdarm, Histaminintoleranz oder nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) haben andere Mechanismen. Ein MyBody-X-Test kann Risikomarker liefern, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Caveat: Bei Verdacht auf Zöliakie vor Testbeginn glutenhaltige Ernährung beibehalten, sonst falsch-negative Ergebnisse.
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