Die Verbindung zwischen LCT (Laktase-Gen) und Sport ist indirekt und wird oft überschätzt. LCT-Varianten bestimmen die Laktasepersistenz und damit die Fähigkeit, Milchzucker zu verdauen. Bei Sportlern, die viel Milchprodukte konsumieren (z. B. für Calcium, Protein), kann eine Laktoseintoleranz zu Blähungen, Krämpfen oder Durchfall führen – was Training und Wettkampf beeinträchtigt. Allerdings ist der Effekt individuell: Viele Menschen mit genetischer Laktoseintoleranz vertragen kleine Mengen Milch oder fermentierte Produkte (Joghurt, Käse) problemlos. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien und mechanistischen Überlegungen, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien, die LCT-Genotyp und Sportleistung direkt verknüpfen. Ein Gentest allein sagt wenig über die tatsächliche Verträglichkeit aus; eine Eliminationsdiät oder ein Wasserstoffatemtest sind aussagekräftiger. Marketing übertreibt oft den Einfluss von LCT auf die sportliche Leistung. Fazit: LCT kann relevant sein, wenn Milchprodukte Beschwerden verursachen, aber die meisten Sportler können ihre Ernährung anpassen, ohne dass die Genetik limitiert.
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