CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen und wird klinisch zur Risikobewertung kardiovaskulärer Ereignisse eingesetzt (hs-CRP). Ein erhöhter CRP-Wert kann auf akute oder chronische Entzündungen hinweisen, ist jedoch unspezifisch – er steigt bei Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Adipositas und Rauchen. Aus Sicht von MyBody-X ist die Messung von CRP als Basislabor sinnvoll, aber die Interpretation erfordert Vorsicht: Einzelne Messungen sind anfällig für kurzfristige Schwankungen (z. B. durch Erkältung). Ohne begleitende Entzündungsmarker (IL-6, TNF-α) oder klinische Symptome bleibt der Wert ein grober Hinweis, keine Diagnose. Die Evidenz für eine eigenständige Risikoprädiktion jenseits klassischer Faktoren (Blutfette, Blutdruck) ist moderat. Zudem variieren Referenzbereiche je nach Labor und Population. Für die Langlebigkeitsforschung ist CRP als Surrogatmarker für „Inflammaging“ relevant, aber nicht allein aussagekräftig. MyBody-X sollte daher CRP immer im Kontext weiterer Biomarker und des Lebensstils interpretieren. Ein dauerhaft erhöhtes CRP kann ein Signal für eine Optimierung von Ernährung, Bewegung und Stressmanagement sein – nicht für eine medikamentöse Therapie ohne ärztliche Abklärung.
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